Innovatives PV Finanzierungsmodell verändert den südafrikanischen Solarmarkt

Die dena unterstützt die Fa. maxx-solar & energie bei dem Transfer des PV Mieten Ansatzes nach Südafrika

Der Ausbau der Photovoltaik in Südafrika boomt seit Ende 2015. Großanlagen werden international finanziert und in zentralen Ausschreibungsrunden durch die Regierung vergeben. Es fehlt jedoch an Finanzierungsinstrumenten für Photovoltaik Aufdachanlagen. Wer es sich leisten kann, investiert in eine eigene PV Anlage, um unabhängig von Strompreiserhöhungen und Stromausfällen zu sein. Aber nicht jeder hat die finanziellen Mittel, in eine eigene PV Anlage zu investieren. Es gibt derzeit keine Finanzierungsprogramme für PV Anlagen, auch werden PV Anlagen nicht als Sicherheiten für Kredite anerkannt. Mit dem PV Mieten Ansatz bringt die Firma maxx-solar und energie GmbH & Co KG aus Waltershausen ein innovatives Finanzierungskonzept nach Südafrika, das den Ausbau der Solarenergie beschleunigen wird. Die ersten Pilotprojekte in Kapstadt wurden im Rahmen des dena-RES-Programms realisiert und am 19. Mai eingeweiht.

„Es ist nun genau ein Jahr her, dass wir die Idee hatten, den PV Mieten Ansatz nach Südafrika zu transferieren. Dank der Deutschen Energie-Agentur konnten wir letzte Woche die ersten beiden Pilotprojekte einweihen“, sagt Dieter Ortmann, Geschäftsführer der maxx-solar und energie GmbH & Co KG. Bereits im Jahr 2011 hat Dieter Ortmann ein Tochterunternehmen in Südafrika gegründet. Genau wie das deutsche Unternehmen sollte die südafrikanische Tochter Systemanbieter im Bereich Photovoltaik sein. Doch vor 5 Jahren steckte der südafrikanische Solarmarkt noch in den Kinderschuhen. „Wir haben begonnen in der Solarbranche in Südafrika zu arbeiten, als es die eigentlich noch gar nicht gab“, sagt Dieter Ortmann. Um das Land auf den vorauszusehenden Solarboom vorzubereiten und die Firma maxx in Südafrika zu etablieren, begann die Firma mit dem Aufbau der maxx-solar academy, einem Trainingsinstitut für Photovoltaik, in dem mittlerweile über 1500 Leute ausgebildet wurden. Die maxx-solar academy ist der südafrikanische Arm der DGS SolarSchule Thüringen. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, kurz DGS, steht heute noch für Qualität der Kurse in der academy in Südafrika. Mit ihren Arbeitsfeldern Großhandel und Training ist die Firma maxx-solar & energy PTY Ltd. mittlerweile ein fester Bestandteil des südafrikanischen Solarmarktes. Als IBC Solar Premiumpartner für Südafrika steht die Firma auch im Großhandel für deutsche Qualitätsprodukte.

Um die deutsche Qualität auch in der Installation aufrechtzuerhalten, arbeitet die maxx-solar energy ausschließlich mit Alumni der maxx-solar academy, den so genannten maxx-team Installern zusammen. In regelmäßigen Treffen werden Informationen über aktuelle Entwicklungen und Probleme ausgetauscht. In diesen Treffen geht es auch immer wieder um das Thema Finanzierung. Nicht jeder Südafrikaner hat die finanziellen Mittel, in eine eigene PV Anlage zu investieren, aber viele wünschen sich, unabhängiger vom Stromversorger zu sein. Viele leiden unter den immer wieder auftretenden Stromausfällen und den steigenden Strompreisen. „In einem maxx-Alumni Treffen Anfang 2015 entstand die Idee, den deutschen PV Mieten Ansatz nach Südafrika zu transferieren“, sagt Antje Klauß-Vorreiter, Leiterin der maxx-solar academy. „Mit der dena haben wir auch einen Partner gefunden, der es uns ermöglichte, das Konzept in zwei Pilotprojekten zu testen“, so die 42-Jährige weiter.

Am 19. Mai war es dann so weit, die ersten zwei maxx PV Renting Photovoltaik Anlagen wurden in Kapstadt eingeweiht. Das richtungsweisende Konzept von maxx-solar macht erneuerbare Energien für viele südafrikanische Kunden erschwinglich: Das Unternehmen verkauft die Anlage an eine Finanzierungsfirma. Der Endkunde, im Pilotprojekt die Dominican Grimley School und das Atlantic Gold Guest House, bezahlt an diese eine vorher definierte Miete und kauft damit den von der Anlage erzeugten Strom. Nach fünf bis zehn Jahren kann der Endkunde die Anlage für den Restwert erwerben. D.h. der Kunde kann den günstigen Solarstrom nutzen, ohne nur einen Rand zu investieren.

Die beiden PV Aufdach-Anlagen an der Dominican Grimley School in Hout Bay (20 kWp) und am Atlantic Gold Guesthouse in Camps Bay (14 kWp) wurden als Vorzeigeprojekte im Zuge des von der Deutschen Energie-Agentur (dena) ins Leben gerufenen und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der „Exportinitiative Energie“ geförderten dena-Renewable-Energy-Solutions-Programms realisiert. Gebaut wurden die Anlagen von den maxx-team Installern Solarpower PB und RED Engineering.

An den Eröffnungsfeierlichkeiten nahmen Klaus Heidorn, Ständiger Vertreter des Leiters des Deutschen Generalkonsulats Kapstadt, und Councillor Matthew Kempthorne, Chairperson des Energy and Climate Change Committee sowie zahlreiche Vertreter der südafrikanischen Wirtschaft teil. „Eine große Herausforderung im Bereich Photovoltaik ist die Finanzierung“, so Kempthorne. „Dieses Projekt zeigt uns heute den Weg in die Zukunft. Denn mit Partnerschaften zwischen Regierung und Privatwirtschaft können wir den Wandel erreichen, der global notwendig ist.” Die aus Deutschland stammende Besitzerin des Atlantic Gold Guesthouse, Alice Zidek, sagte in ihrer sehr emotionalen Rede „Wenn man durch Deutschland fährt, fallen einem die vielen Solaranlagen auf den Dächern auf…Wieviel sinnvoller wären solche Anlagen – und wirklich viele davon – in einem Land, in dem praktisch die Sonne den ganzen Tag lang sehr intensiv scheint“.

Dena RES Projekt Südafrika

Deutsche Energie-Agentur (dena)
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Ziel der dena ist es, dass Energie so effizient, sicher, preiswert und klimaschonend wie möglich erzeugt und eingesetzt wird – national und international. Dafür kooperiert die dena mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Gesellschafter der dena sind die Bundesrepublik Deutschland, die KfW Bankengruppe, die Allianz SE, die Deutsche Bank AG und die DZ BANK AG. www.dena.de

Exportinitiative Energie
Mit der Exportinitiative Energie unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere deutsche Unternehmen der Energiebranche bei der Erschließung von Auslandsmärkten. Angesprochen sind Unternehmen, die Energielösungen im Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze oder Speicher anbieten. Die Exportinitiative verfolgt das Ziel, deutsche Energie-Technologien international stärker zu positionieren und zu verbreiten, um das Marktpotential für deutsche Technologien und deutsches Know-how zu erhöhen. Ausgerichtet auf die jeweiligen Exportphasen stehen bei den Angeboten der Exportinitiative die Informationsvermittlung, die Kontakt- und Geschäftsanbahnung bzw. das Auslandsmarketing im Fokus. www.german-energy-solutions.de

dena-Renewable-Energy-Solutions-Programm (dena-RES-Programm)
Mit ihrem dena-RES-Programm unterstützt die Deutsche Energie-Agentur (dena) Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche bei der Erschließung von Märkten. In attraktiven Zielmärkten wird Energietechnik öffentlichkeits- und werbewirksam an repräsentativen Einrichtungen installiert und durch Aktivitäten im PR-, Marketing- und Schulungsbereich umfassend begleitet. Diese vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der „Exportinitiative Energie“ geförderten Leuchtturmprojekte haben zum Ziel, die Qualität deutscher Produkte im Bereich erneuerbare Energien zu demonstrieren und teilnehmenden Unternehmen den nachhaltigen Eintritt in neue Märkte zu erleichtern. http://www.export-erneuerbare.de/EEE/resprogramm

Pressekontakt:
Antje Klauss-Vorreiter

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