Test Elektroauto vs. Außendienst- passt das zusammen?

Test Elektroauto vs. Außendienst- eine Langfriststudie

Wie sich ein Elektroauto im Außendienst bewährt will Steffen Rieth, Technischer Berater bei maxx-solar, in den nächsten Monaten testen. Dafür haben wir bei unserem Partnerunternehmen, Autohaus Kasper in Oberhof, einen Renault Zoe gemietet. Das Autohaus Kasper ist der Elektroauto- Spezialist in unserer Region und hält selber über 20 E-Autos im eigenen Mietbestand. Natürlich werden seit einiger Zeit die Zoe´s bei Kasper mit sauberen SELBER gemachtem Solarstromstrom betankt.

Tag 1:

Heute wurde unser erstes rein elektrisch betriebenes Auto für unsere Außendienstler abgeholt. Nachdem wir bereits einen Opel Ampera besaßen, der bereits um die 50 km rein elektrisch kam, setzen wir nun mit dem Renault Zoe den Weg in die Stromzukunft und Elektromobilität konsequent weiter fort. Die ersten Eindrücke haben die Erwartungen weit übertroffen. Nachdem ich bereits Tesla gefahren bin dachte ich, dass ich auf einen leistungsschwachen Stadtflitzer treffe, der um die 100 km Reichweite schafft. Leistungsschwach ist der Zoe überhaupt nicht. Die wie bereits vom Tesla gewohnt starke Beschleunigung eines Elektroautos reichte allemal aus um einige LkW auf der Landstraße zwischen Oberhof, wo wir den Zoe beim Renault-Autohaus Kaspar abholten, und Waltershausen zu überholen. Natürlich wurden alle Knöpfe mal gedrückt und vieles ausprobiert. Alle Anwendungen im Auto sind angenehm einfach. Schnell fiel der Eco-Button auf, der die Höchstgeschwindigkeit auf 95 km/h begrenzt und auch die Beschleunigung etwas drosselt. Die Reichweite soll dadurch allerdings erweitert werden. Zu diesem Thema kann ich nur sagen: Alle Achtung! Nach 43 km Strecke wies der kleine Flitzer noch 80 Prozent Batteriekapazität auf. Ich bin gespannt auf die Alltagstauglichkeit, die es in weiteren Fahrten zu überprüfen gilt. Das Aufladen in der Firma in Waltershausen funktionierte ebenfalls problemlos. Ich bin gespannt wie sich das Netz von Ladesäulen auf die Mobilität eines Außendienstlers auswirken wird. Bis dahin, euer Steffen!

Renault Zoe von Autohaus Kasper bei maxx-solar

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Tag 2:

Erster „Langstreckentest“

Heute wurde der Zoe erstmals auf seine Reichweite getestet. Aufgrund eines Termins in Erfurt fuhr ich knapp 100 km zwischen Waltershausen und Erfurt. Etwa 80 km der Strecke legte ich dabei bei 130 km/h mit dem Tempomat auf der Autobahn zurück. Der Zoe riegelt automatisch bei 140 km/h Spitze ab. Auf der Autobahn fühlt sich das Auto allerdings nicht so zu Hause wie auf der Landstraße oder in der Stadt. Die Reichweiten-Anzeige fiel bei den höheren Geschwindigkeiten deutlich schneller. Trotzdem zeigte der Wagen nach 100 gefahrenen Kilometern noch 20 km Reichweite an. Der erste „Langstreckentest“ gilt damit in meinen Augen trotzdem als bestanden. Bei etwas ruhigerer Fahrweise sind demnächst wahrscheinlich Reichweiten um die 150 km realistisch. Mal schauen. Jetzt hängt der kleine Flitzer erstmal an unserer hauseigenen, solaren Ladestation und kann sich über das Wochenende ein bisschen Ausruhen. Am Montag geht der Dauertest dann weiter. Da gibt´s Infos zum Ladeverhalten. Schönes Wochenende, euer Steffen.

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Tag 3

„Mach mal dein Handy ab. Ich muss mein Auto laden.“

Unter diesem Motto wurde der Zoe nach dem Wochenende und einem weiteren Termin in Erfurt am Montag und Dienstag auf sein Ladeverhalten untersucht. Zuerst wurde der kleine Franzose per ganz normaler Steckdose wie das eigene Handy geladen. Für die Technik-Freunde unter euch bedeutet dies: 16 Ampere bei 230 Volt. Wenn ich den Renault so lade benötige ich etwa 6,5 Stunden um von 20% Batteriekapazität wieder auf 100% zu kommen. In meinen Augen ist dies natürlich nicht sehr alltagstauglich und für einen Außendienstler alles andere als zweckmäßig. Reicht aber, wenn man sein Elektroauto nicht unbedingt sehr häufig
nutzt und nur ein paar Kilometer täglich durch die Stadt zu fahren hat. Am Dienstag lud ich den Zoe dann auch von 20% auf 100% per „Starkstrom“, also mit 16 Ampere und 400 Volt. Bei diesen Voraussetzungen ist der rollende Franzose in 3,5 Stunden vollgeladen, was meiner Meinung nach als alltagstauglich gelten kann. Diese Zeit reicht auf jeden Fall um das Auto für meist am Nachmittag liegende Kundentermine wieder vollumfänglich zu nutzen. Bald gibt’s mal einen Bericht zum Laden an einer öffentlichen Ladestation und weitere Bilder zu den ganzen Features des Autos. Bis dahin, euer Steffen!

Photovoltaik und Batteriespeicher als Geldanlage

Eintrag 4:

„Wieviel kostet der eigentlich?“

Diese Frage höre ich mittlerweile bei jedem Kundentermin wenn man mit dem Zoe vorfährt. Schnell ist die Brücke zu erneuerbaren Energien geschlagen und alle bisherigen Gesprächspartner waren sich einig, dass der Elektromobilität sowie der Eigenstromerzeugung und deren eigene Nutzung die Zukunft gehört. Vorab ein paar Informationen zum Auto: Der Wagen wurde erstmals im September 2015 zugelassen und hat bisher etwa 4.000 km Laufleistung absolviert. Im Fahrzeug befinden sich eine Menge elektronische Hilfen und Ausstattungszubehöre wie Klimaautomatik, Navigationssystem mit Touchscreen, MP3-fähigem Radio, Bluetooth- Freisprecheinrichtung, Rückfahrkamera, rollwiderstandsoptimierte Reifen und Ladekabel für verschiedene Anschlüsse, keyless entry & drive, Licht- und Regensensor und und und… Das Auto kostet als Neuwagen 23.300€. Als Gebrauchtwagen, so wie ich ihn fahre, würde er 16.990€ kosten. Beides sind in meinen Augen im Vergleich zu anderen Modellen sehr annehmbare Preise, welche sich natürlich bei größeren Produktionsreihen, also wenn noch mehr Leute Elektroautos fahren würden, weiter deutlich reduzieren würden. Zuzüglich zu den beiden genannten Preisen kommt eine monatliche Batteriemiete in Höhe von 49€. Also, die Message lautet: Je mehr Leute Elektroauto fahren, desto günstiger wird es am Ende für jeden Einzelnen und desto schneller wird das Netz an Ladesäulen in Deutschland ausgebaut. Bis dahin, euer Steffen!

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Eintrag Nr. 5:

„Und, wie weit kommt deiner?“

Heute traf ich erstmals einen „Gleichgesinnten“. Im Rahmen eines Termins in unserer Firma in Waltershausen fuhr heute ein Partner von uns mit seinem Nissan Leaf vor. Im Gegensatz zu den üblichen Auto-Gesprächen um PS, Ledersitze und 20-Zoll-Felgen dreht sich bei den „Stromern“ primär alles um die Reichweite und den Verbrauch sowie die Lademöglichkeiten. Im Gespräch erfuhr ich, dass der Fahrer des Nissan Leaf bei der unter Elektroauto-Fahrern üblichen Reisegeschwindigkeit von 120 km/h auf der Autobahn etwa 15 kwh verbraucht. Mein kleiner Franzose liegt da eher bei 16 kwh im Durchschnitt. Beide Autos benötigen abseits der Autobahn nach unseren bisherigen Erfahrungen etwa 14 kwh auf 100 km. Der Zoe hat eine Batteriekapazität von 22 kw und der Nissan Leaf entweder 24 kwh (Baureihen der Jahren 2013-2015) oder 30 kwh (seit 2016). Die Reichweiten des Leafs sind also etwas größer als die des kleinen Franzosen, aber auch Renault plant in naher Zukunft eine größere Batteriekapazität. Ab Januar 2017 soll eine 41 kwh große Batterie mit einer Reichweite von bis zu 400 km erhältlich sein. Dies gilt es in der Praxis natürlich noch unter Beweis zu stellen. Bis dahin, euer Steffen!

Mercedes Stromspeicher